{"id":102,"date":"2020-01-03T11:57:02","date_gmt":"2020-01-03T11:57:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.jamavia-blue.de\/?page_id=102"},"modified":"2021-03-27T15:49:24","modified_gmt":"2021-03-27T15:49:24","slug":"symphonie","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.jamavia-blue.de\/?page_id=102","title":{"rendered":"Symphonie"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-page\" data-elementor-id=\"102\" class=\"elementor elementor-102\" data-elementor-post-type=\"page\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-771a9160 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"771a9160\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-294d90a3\" data-id=\"294d90a3\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-3b95896a elementor-drop-cap-yes elementor-drop-cap-view-default elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"3b95896a\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-settings=\"{&quot;drop_cap&quot;:&quot;yes&quot;}\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Aus den Lautsprechern erklingt leise klassische Musik. Sie erinnert dich an den Fr\u00fchling und an die Zeit, der ersten Liebe. Du versinkst vollkommen in den Kl\u00e4ngen, Tr\u00e4nen rinnen aus deinen Augen langsam an deiner Wange herunter. Du scheinst sie nicht einmal zu bemerken, so fasziniert dich diese Melodie. Welch ein Spiel des Orchesters, die Geigen scheinen zu weinen und jeder Ton der Bratschen klingt wie Wehmut. Dann \u201etanzen\u201c wieder die ganzen Streichinstrumente miteinander. Es ist einfache eine Lust dieser Musik zu lauschen, ohne gest\u00f6rt zu werden, sich seinen Gef\u00fchlen hinzugeben. Das Gesicht scheint jeder einzelnen Note mit seinen Bewegungen zu folgen. Du w\u00fcnschst dir nichts sehnlicher, als jetzt mit einem geliebten Menschen Arm in Arm zu liegen, seine W\u00e4rme zu sp\u00fcren, ohne dabei auch nur ein Wort zu sagen. Einfach sich treiben lassen, sich fallen lassen und doch zu wissen, es ist jemand da, der mich auff\u00e4ngt. All diese Gef\u00fchle k\u00f6nnen in dieser Musik verborgen sein. Doch was n\u00fctzen alle Gedanken, sie allein machen dich nicht gl\u00fccklich. Du sehnst dich, wie die Geigen, nach mehr. Tief in dir ist ein Gef\u00fchl, das du mit niemandem zu teilen vermagst. Es liegt im Verborgenen und du m\u00f6chtest es hervorholen. Aber wer ist da, der es mit dir teilt? Ist diese Welt denn nur f\u00fcr jeden allein da, gibt es da noch einen anderen Menschen, der \u00e4hnlich empfindet?<br \/>Die Musik \u00e4ndert ihren Stil.<br \/>Auf einmal wird Alles beschwingter, lustiger, ja fr\u00f6hlicher als zuvor. Der Komponist scheint geahnt zu haben, welche Gedanken in dir aufkommen und hat wohl deine Tr\u00e4nen gesehen. Nun nicht verzagen und weg mit dem Tr\u00fcbsal. Da gibt es so viele sch\u00f6ne Dinge im Leben, die zu ergr\u00fcnden es sich lohnt, also frisch ans Werk. Suche deinen Gegenpart, wo auch immer er ist. Lass dich anstecken von der Freude der anderen Menschen in deinem Umfeld. Nimm einfach Besitz von der guten Laune, dem Lachen der Anderen und du wirst sehen, der Kummer geht fort, die Gedanken werden frei. Denke an die sch\u00f6nen Sachen, die dir noch passieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das Leben will dir noch so viel geben, nutze jede sich dir bietende Gelegenheit. Das Ende kommt oft schneller, als man es erwartet. Nur du wirst wissen wann das ist. Meine Gedanken lassen sich einfach treiben. Ich sehe auf der Stra\u00dfe einen netten jungen Mann, eigentlich ist er fast noch ein Kind, vielleicht gerade achtzehn Lenze. Lange, blonde Haare fallen von seinen Schultern, das Sonnenlicht malt fast so etwas wie einen Heiligenschein um seinen Kopf. Ich denke so bei mir, \u201elieber Gott, wenn es einen Engel im Himmel gibt, dann lass ihn bitte so aussehen.\u201c Er l\u00e4chelt mich an, mit einer Selbstverst\u00e4ndlichkeit, die wohl der heutigen Jugend nur eigen ist. Ich l\u00e4chle zaghaft zur\u00fcck, fast schamhaft. Meint er wirklich mich oder sieht er hinter mir ein junges M\u00e4dchen im Kaffee ?<br \/>Nein, da ist niemand hinter mir, bemerke ich, nachdem ich mich umgedreht habe. Also galt sein L\u00e4cheln doch einzig mir. Ich f\u00fchle mich geschmeichelt und winke ihn mit einer Geste zu mir an den Tisch. Er folgt meiner Aufforderung, so, als h\u00e4tte er darauf gewartet. Wir kommen ins Gespr\u00e4ch und ich stelle fest, er ist gar nicht so jung in seinen Ansichten, wie ich geglaubt hatte. Eigentlich ist seine Wesensart so, wie ich sie mir immer von einem Partner ertr\u00e4umt habe. Je l\u00e4nger wir miteinander plaudern, um so besser scheine ich mich in ihn hineinversetzen zu k\u00f6nnen. In meinen Gedanken male ich mir aus, wie es sein w\u00fcrde, wenn wir beide zusammen sind.<br \/>Doch auf einmal sagt mir mein Verstand, &#8211; nein, &#8211; es darf nicht sein.<br \/>Schlie\u00dflich sollte ich daran denken, dass ich verheiratet bin. Meinen Mann und meinen Familie wegen des J\u00fcnglings aufs Spiel setzen ? Dennoch, die f\u00fcr ihn empfundenen Gef\u00fchle machen mich gl\u00fccklich. Jetzt wei\u00df ich endlich wieder, wie es ist \u201eFlugzeuge im Bauch\u201c zu haben. Wir verabreden uns f\u00fcr einen der n\u00e4chsten Tage. \u201eLass uns doch ins Kino gehen\u201c, sagt er ganz spontan. \u201eH\u00e4ltst du das f\u00fcr eine gute Idee\u201c, frage ich ihn, \u201ewarum nicht\u201c, sagt er mit sicherer Miene. Wir gehen also ins Kino. Trotzdem der Film \u00e4u\u00dferst interessant ist, beobachte ich Ihn die ganze Zeit. Sein Lachen und sein Weinen erwecken in mir Gef\u00fchle, die ich schon lange nicht mehr hatte. Am liebsten m\u00f6chte ich die ganze Welt umarmen, ihn dr\u00fccken, ihn k\u00fcssen, aber ich traue mich einfach nicht.<br \/>Diese Beziehung ist mir zu wertvoll, als dass ich sie mit meinen Gef\u00fchlsausbr\u00fcchen zerst\u00f6ren m\u00f6chte. Ja, wenn er den Anfang machen w\u00fcrde, mir zeigt, welche Gef\u00fchle er f\u00fcr mich empfindet, ja dann, aber ich bin mir nicht einmal sicher, dass er auch genau wei\u00df, was ich f\u00fchle. Also lass ich meine Gef\u00fchle weiterhin im Verborgenen, gebe nur soviel davon Preis, wie ich selbst glaube verantworten zu k\u00f6nnen.<br \/>Und da ist es heraus, er hat eine Freundin, &#8211; ich bin ein wenig irritiert. &#8211;<br \/>Habe ich mir jetzt den Vorwurf selbst zu machen, dass ich vielleicht mit meinen Versuchen, ihn zu sehr auf mich aufmerksam zu machen, zu voreilig war, zu selbsts\u00fcchtig. Ich wei\u00df es nicht, ich bin verunsichert. Dennoch sehen wir uns h\u00e4ufiger. Ich kann einfach nicht loskommen von diesem Anblick.<br \/>Was wohl seine Bekannten von mir denken m\u00fcssen, so eine \u201ealte Frau\u201c und er ist doch noch so jung. Das kann einfach nicht gut gehen, die will ihn doch nur vernaschen! Selbst wenn es so w\u00e4re, wer will hier Kl\u00e4ger sein, wer Richter. Und alt genug, um zu wissen was wir wollen, sind wir beide doch allemal. Dennoch dr\u00e4ngt sich mir die Frage immer mehr auf, zerst\u00f6re ich nicht mit meiner Gegenwart das Vorhandene, bin ich nicht doch zu sehr Egoist, versuche ich nicht zu sehr ihn in eine bestimmte Bahn zu lenken, was er oftmals selbst sehr gut mitbekommt.<br \/>Der n\u00e4chste Tag bricht an, wir liegen im Bett, mein Mann scheint noch zu schlafen, ich bewege mich langsam zu ihm hin\u00fcber, gehe mit meinem Kopf unter seine Decke, lege ihm auf seinen R\u00fccken und sp\u00fcre seine W\u00e4rme. Ich schlafe noch einmal f\u00fcr kurze Zeit ein. Wieder aufgewacht, bewege ich mich mit meinem Mund vorsichtig an seinem R\u00fccken entlang , auf seinen Po zu und knabbere dabei leicht an seiner Haut. Er zeigt keine Regung. Erst als ich beginne ihn zwischen seinen Beinen mit meiner Zunge zu streicheln, reagiert er. \u201eLass das bitte, ich m\u00f6chte das nicht,\u201c&#8230;<br \/>was war denn das jetzt, hatte ich mich verh\u00f6rt, ich wollte doch eigentlich ihn nur lieb wecken, mit meinem Mund, mit meiner Zunge, meinen Lippen. Ich hatte mir das so sch\u00f6n ausgedacht, wir hatten heute Zeit, denn schlie\u00dflich war Sonntag und ich wollte ihn nett wach werden lassen und dann das. Dies war also wieder einer jener Tage, an denen ich mir w\u00fcnschte , ich w\u00fcrde in einem anderen Bett wach werden. Ob mein J\u00fcngling auch so auf meinen \u201eMorgengru\u00df\u201c reagieren w\u00fcrde.<br \/>Meine Phantasie beginnt mich zu beherrschen, ich male mir aus, wie es w\u00e4re, wenn ich morgens neben ihm wach werden w\u00fcrde, er w\u00fcrde auf dem Bauch liegen, ich w\u00fcrde mit meinen Lippen und meiner Zunge langsam seinen R\u00fccken entlang fahren und jede seiner Bewegung genie\u00dfen. An seinem festen, knackigen Po angekommen w\u00fcrde ich ihn mit meinen H\u00e4nden auffordern, seine Beine leicht zu spreizen. Mein Kopf w\u00fcrde sich zwischen die Schenkel pressen und mein Mund w\u00fcrde genau die Stelle finden, an der er es besonders mag. Ein, \u201eich m\u00f6chte das nicht,\u201c k\u00f6nnte ich mir nicht vorstellen. Er w\u00fcrde sich , von meinen Spielereien in Stimmung gebracht, auf den R\u00fccken drehen und ich h\u00e4tte alle Zeit der Welt, um mich an ihm und seinem besten St\u00fcck zu vergn\u00fcgen.<br \/>Seinen H\u00e4nde w\u00fcrden mir sanft meinen R\u00fccken herunter gleiten, bis sie an meinen Locken angekommen sind. Ich bin mir sicher, dass er w\u00fcsste, was er an dieser Stelle tun kann, um mich in die n\u00f6tig Stimmung zu bringen. Mein K\u00f6rper w\u00fcrde sich ihm v\u00f6llig hingeben. Wir w\u00fcrden uns lange lieben, ohne an Tabus zu denken.<br \/>Ach ja, das w\u00e4re wirklich ein sch\u00f6ner Morgen, aber leider nur Phantasie. Wer wei\u00df schon wirklich, ob denn all dies auch wirklich sein w\u00fcrde oder doch nur Gedanke bleibt.<br \/>Ich nehme mir vor, es herauszufinden, aber wie fange ich es an, ohne bei ihm den Eindruck zu hinterlassen, es wird doch nur ein \u201e<em>one night stand<\/em>\u201c, daran liegt mir \u00fcberhaupt nichts. Ich habe Angst, ich k\u00f6nnte schon mit einer Frage allein all das zerst\u00f6ren, von dem ich glaube, dass es bis heute unsere Beziehung ausmacht. Also wie sag ich\u2018s ihm, ohne ihn zu verlieren oder gar zu verletzen, ein schwierige Aufgabe, bei der ich sehr diplomatisch vorgehen sollte. Eigentlich ein guter Anlass, dass ich darauf nicht gleich gekommen bin, wir haben doch im Februar den Valentinstag, was liegt also n\u00e4her, als ihm an diesem Tag einen sch\u00f6nen Strau\u00df Blumen zu schenken. Mit einem Zustellservice werden sie gebracht, damit niemand aus seiner Familie einen Verdacht sch\u00f6pfen kann und keiner irgendwelche falschen, aber doch richtigen Schlussfolgerungen zieht. So werde ich es machen, ein Geschenk von mir pers\u00f6nlich, am richtigen Tag f\u00fcr die richtige Person und niemand, au\u00dfer uns beiden wei\u00df etwas davon. Um aber keinen Fehler zu machen, werde ich ihn vorher fragen, ob es ihm Recht ist, denn er hat ja seine Freundin und wenn die erf\u00e4hrt, dass der Gru\u00df nicht von einem Familienangeh\u00f6rigen, sondern von jemand ganz anderen ist, dann gibt es ungewollte Probleme.<br \/>Das m\u00f6chte ich auf gar keinen Fall, also frage ich ihn, er ist der Meinung, wir sollten diese Art der \u00dcberraschung doch lieber lassen , denn das Getratsche in der Familie und die anschlie\u00dfenden Erkl\u00e4rungen und Ausreden w\u00fcrden nur eine Belastung darstellen.<br \/>Schwerm\u00fctig willige ich ein, wenn auch mein Herz ja sagt, so sagt mein Verstand, es ist richtig so. Der Tag kommt und ich wei\u00df, ich habe keine M\u00f6glichkeit an ihn heran zu kommen. Meine Gedanken kreisen bereits am Morgen nur um ihn. Mein Herz ist schwer von der Last, die ich mir selbst auferlegt habe und es ist niemand da, mit dem ich \u00fcber meine Gef\u00fchle reden kann. Mir ist jedes Gespr\u00e4ch zu Hause zu viel, ich kann keinen klaren Gedanken fassen, ohne an ihn dabei zu denken. &#8222;Rei\u00df dich zusammen&#8220;, sage ich mir selbst im Inneren, &#8222;du kannst dich nach Au\u00dfen nicht so gehen lassen, willst du denn, dass alle auf dich aufmerksam werden. Das w\u00e4re nicht gut, nicht f\u00fcr mich, aber vor allem nicht f\u00fcr ihn.<br \/>Ein neuer Tag wird vielleicht auch neue Antworten, sicherlich aber auch ein paar neue Fragen bringen. Ich beschlie\u00dfe ich anzurufen, um mich mit ihm zu einem Abendessen zu verabreden. Er ist begeistert von meinem Vorschlag und willigt ein.<br \/>Am Abend hole ich ihn ab und wir gehen in ein kleines Lokal au\u00dferhalb der Stadt. Offensichtlich sind wir hier die Einzigen. Das Personal ist gelangweilt, und so f\u00fchlen wir uns in unsere Ecke fast ungest\u00f6rt. Heute soll nun der Tag sein, an dem ich mir vorgenommen habe, n\u00e4her als nur in meiner Fantasie, an ihn heranzukommen. Nach ein paar Martini versuche ich ganz zaghaft mich an ihn heranzutasten. Ich bewege mich mit meinem Kopf vorsichtig auf ihn zu, immer mit den Augen auf seine Augen gerichtet, um bei der kleinsten Ablehnung den R\u00fcckzug antreten zu k\u00f6nnen. Vielleicht h\u00e4tte jede andere Frau schon l\u00e4ngst den direkten Angriff gewagt, aber dazu fehlen mir wohl die Erfahrungen oder die Routine, denn es ist schon eine l\u00e4ngere Zeit her, dass ich so etwas das letzte Mal gemacht habe.<br \/>Bei meinem ersten Versuche sp\u00fcre ich deutlich, wie er mich zur\u00fcckweisen will, zwar nicht direkt mit Worten, aber seine Gesten verraten mir, ich sollte mich zur\u00fcckhalten. Um nichts zu vermasseln gehe ich mit meinem Kopf zur\u00fcck, setze mich wieder zur\u00fcck auf meinen Platz. Wir reden \u00fcber seine Gef\u00fchle, seine Gedanken, \u00fcber uns beide. In mir entwickelt sich der Eindruck, dass dieser Abend eine andere Wende nehmen k\u00f6nnte, als ich es erwartet hatte. Ich starte den zweiten Versuch, mich ihm mit dem Mund zu n\u00e4hern und beobachte auch dieses Mal wieder seinen Gesichtsausdruck. Er schwankt zwischen ja und nein und ich sehe, dass ihm diese Gedanken Schwierigkeiten bereiten.<br \/>Aus diesem Grund beende ich auch diesen Versuch und beschlie\u00dfe f\u00fcr heute mit den Ann\u00e4herungsversuchen Schluss zu machen. Wie kann auch eine so erfahrene Frau, jedenfalls sollte ich das sein, sich auf ein solches Spiel einlassen.<br \/>Der Abend war zwar nicht \u201eerfolgreich\u201c, aber ich bin dennoch gl\u00fccklich \u00fcber das Zusammensein und das allein z\u00e4hlt f\u00fcr mich in dieser Zeit.<br \/>Einige Tage sp\u00e4ter.<br \/>Wir treffen uns ganz unverabredet, nach einem Wochenende. Er macht einen recht ernsten Eindruck. Irgend etwas ist am Wochenende passiert. Richtig, er hatte seine Freundin verlassen. Eine Reaktion, die ich eigentlich vorausgesehen habe, denn es kriselte schon seit l\u00e4ngere Zeit zwischen den beiden. Nun war er ja eigentlich frei f\u00fcr mich, so dachte ich im ersten Moment etwas egoistisch, aber den Gedanken verwarf ich ganz schnell wieder, denn in erster Linie waren mir seine Gef\u00fchle wichtig, nicht die meinen.<br \/>\u201eM\u00f6chtest du dar\u00fcber reden oder soll ich dich heute lieber allein lassen\u201c, fragte ich ihn. \u201e Nein, bleibe bitte , ich brauche jetzt einen Menschen, mit dem ich reden kann.\u201c<br \/>Ich war froh \u00fcber seine Antwort, denn ich wollte ihn so nicht allein lassen, allein mit seinen Gedanken und Gef\u00fchlen. Wir unterhielten uns sehr lange \u00fcber seine Freundin, das Warum der Trennung, seine Gedanken zu einer neuen Bindung und jetzt bemerkte ich, dass wohl unsere Beziehung in nicht all zu langer Zeit, wie eine Seifenblase zerplatzen w\u00fcrde. Irgendwie wurde ich das Gef\u00fchl nicht los, dass wir bald am Ende unserer sagen wir einmal \u201eRomanze\u201c waren.<br \/>Mein Verstand sagte mir, dass es so sein w\u00fcrde, nur mein Herz wollte es nicht glauben. Wer von beiden w\u00fcrde Recht behalten, diese Frage kann nur die Zeit beantworten.<br \/>Nach mehr als einer Woche sahen wir uns wieder. Diesmal hatte ich ihn angerufen, um zu wissen, wie es ihm geht, denn er hatte nichts mehr von sich h\u00f6ren lassen, seit unserem letzten Gespr\u00e4ch. Ich sah in ein ernstes Gesicht, bei dem es eigentlich keiner Worte mehr bedarf, um mir zu sagen, dass dies unser Ende war. Das Ende einer Beziehung, die eigentlich gar keine war, aber dennoch f\u00fcr mich sehr viel Herzblut gekostet hat.<br \/>Nun, ich wartet dennoch mit gro\u00dfem Herzklopfen auf seine Worte. Und es kam, was kommen musste, er sagte mir, das er nach der Entt\u00e4uschung mit seiner Freundin erst einmal zu sich selbst finden wollte und jetzt keine neue Bindung eingehen m\u00f6chte, zumal unser Altersunterschied ja auch sehr gro\u00df ist und er sich zu Hause schon f\u00fcr unsere letzten Begegnungen immer Ausreden hatte einfallen lassen m\u00fcssen.<br \/>Seine Eltern glaubten ihm nicht, denn sie ahnten wohl, dass er eine \u201e\u00e4ltere Frau\u201c kennen gelernt hatte. Er wollte nicht mehr mit diesen Ausreden leben, sich nicht hinter fadenscheinigen Gr\u00fcnden verstecken, die eines Tages auffliegen k\u00f6nnten. Ich h\u00f6rte ihm zu , bei jedem seiner Worte ging mein Herzschlag h\u00f6her. Es tat einfach nur weh, ich musste mich zusammenrei\u00dfen, um nicht sofort in Tr\u00e4nen auszubrechen. Das h\u00e4tte ein Bild f\u00fcr die G\u00f6tter gegeben, eine Frau in meinem Alter weint vor einem J\u00fcngling. All diese Gedanken gehen mir durch den Kopf, w\u00e4hrend ich zu hause, vor meinen Lautsprechern sitze und mich der Musik hingebe. Vielleicht werde ich ja, eines Tages, eine Antwort bekommen auf all diese Fragen.<br \/>Wer wei\u00df, vielleicht bin ich entt\u00e4uscht dar\u00fcber, vielleicht aber auch \u00fcberrascht, ich werde sehen.<br \/>Auf jeden Fall m\u00f6chte ich der Nachwelt erhalten, was Musik in einem Menschen, zu einer ganz bestimmten Zeit hervorrufen kann. So gehabe dich denn wohl, du meine Muse und bleibe mir gewogen.<\/p>\n<p><strong>Das Konzert ist beendet.<\/strong><\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus den Lautsprechern erklingt leise klassische Musik. Sie erinnert dich an den Fr\u00fchling und an die Zeit, der ersten Liebe. 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