{"id":60,"date":"2020-01-03T11:50:52","date_gmt":"2020-01-03T11:50:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.jamavia-blue.de\/?page_id=60"},"modified":"2021-03-19T19:32:10","modified_gmt":"2021-03-19T19:32:10","slug":"der-graue","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.jamavia-blue.de\/?page_id=60","title":{"rendered":"der Graue"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-page\" data-elementor-id=\"60\" class=\"elementor elementor-60\" data-elementor-post-type=\"page\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-25cb6df6 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"25cb6df6\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-85f88bf\" data-id=\"85f88bf\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-a766709 elementor-drop-cap-yes elementor-drop-cap-view-default elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"a766709\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-settings=\"{&quot;drop_cap&quot;:&quot;yes&quot;}\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Es war einmal . . .<\/p>\n<p>so fangen bekanntlich alle M\u00e4rchen an, also, es war einmal ein niedlicher<br \/>kleiner Hund.<br \/>Der hatte braunes, lockiges Fell, ein Paar sch\u00f6ne gro\u00dfe runde Augen und war in seiner<br \/>Art der Liebling jedes Menschen. Eines sch\u00f6nen Tages lief er von zu Hause<br \/>fort, wollte in die gro\u00dfe, weite Welt und endlich auf eigenen F\u00fc\u00dfen stehen<br \/>lernen.<br \/>Da traf er auf einem seiner zahlreichen Wanderungen einen anderen Hund. Der<br \/>sah so ganz anders aus wie er. Der hatte kurzes, schwarzes Fell, war viel<br \/>gr\u00f6\u00dfer und war auch schon etwas \u00e4lter. Der Kleine fand Gefallen an ihm und<br \/>sie schienen sich miteinander anzufreunden. Auch dem Gro\u00dfen gefiel die<br \/>Gegenwart des Kleinen immer mehr und er konnte sich kaum noch einen Tag<br \/>vorstellen, an dem die beide nicht miteinander irgend etwas unternahmen. So<br \/>entwickelte sich nach und nach eine gro\u00dfe Freundschaft zwischen ihnen. Sie<br \/>tobten gemeinsam durch die Parks der Stadt, sie suchten sich ein paar stille<br \/>Pl\u00e4tze aus, um sich in der Sonne zu aalen und ihre Glieder auszustrecken,<br \/>wie eben Hunde so sind, wenn sie sich austoben k\u00f6nnen und nicht st\u00e4ndig an<br \/>irgend welchen Leinen gehalten werden.<br \/>An einem sch\u00f6nen Sommertag, die beiden waren wieder einmal im Park, um die<br \/>V\u00f6gel und Katzen auf Trab zu bringen und ihr Revier abzustecken, begegnete<br \/>ihnen ein anderer Hund. Er hatte schon die ersten langen grauen Haare, sah<br \/>etwas zerzaust aus und war auch sonst nicht so flink wie sie. Pl\u00f6tzlich<br \/>blieb der kleine Hund stehen. Er beobachtete den \u201eGrauen\u201c ganz genau, was<br \/>fazinierte ihn nur so an ihm, da\u00df er seine Augen nicht von ihm lassen konnte,<br \/>war es sein Alter? Seine Erscheinung konnte es nicht sein, denn es liefen so<br \/>viele sch\u00f6ne, fast gleichaltrige Hunde hier jeden Tag herum, die ein<br \/>seidiges, gl\u00e4nzendes Fell hatten. Sie waren alle viel schneller beim Laufen,<br \/>konnten richtig stolzieren und sahen auch besser aus. Aber gerade er, er<br \/>hatte es ihm angetan, seine Art sich langsam, aber dennoch nicht lahm zu<br \/>bewegen, sein ganz eigenwilliger Geruch und dann die Art wie er andere Hunde<br \/>beobachtete. Was hatte er nur so faszinierendes an sich? Er ging langsam<br \/>aber mit einer gewissen inneren Unruhe und Aufregung auf ihn zu. Ob er sich<br \/>\u00fcberhaupt mit mir abgibt, bestimmt hat er seinen Wurf zu Hause und will<br \/>nicht noch so einen Racker wie mich als Freund. Trotzdem lie\u00df er nicht von<br \/>seinem Vorhaben ab, denn wer weis, ob er wieder einmal dazu kommen w\u00fcrde<br \/>einen solchen Hund zu treffen und ob sich dann \u00fcberhaupt die Gelegenheit<br \/>bietet, mit ihm zu reden. Je dichter er kam, um so h\u00f6her schlug sein kleines<br \/>Hundeherz. Fast w\u00e4re er kurz vor ihm doch noch umgedreht, aber dann sprach<br \/>ihn der \u201eGraue\u201c auch schon an und wollte von ihm wissen wo er herkommt,<br \/>warum er gerade hier im Park ist und ob er denn nicht Angst hat so allein. Warum allein, dachte der Kleine, sah sich um und bemerkte erst jetzt, da\u00df<br \/>ihn sein Freund, der \u201eGro\u00dfe\u201c verlassen hatte. Seine Knie begannen zu<br \/>zittern, aber er beantwortete die Fragen des Grauen brav und bemerkte dabei,<br \/>da\u00df dieser eigentlich ja ganz zutraulich war. Keine Spur von<br \/>\u00dcberheblichkeit, keine Anzeichen von Ver\u00e4rgerung, weil ein so junger Hund<br \/>ihn bei seinem Spaziergang gest\u00f6rt hatte. Ganz im Gegenteil, der Graue war<br \/>richtig aufgeschlossen und schien sich \u00fcber die Anwesenheit des Kleinen zu<br \/>freuen.<br \/>Sie gingen beide ein gutes St\u00fcck des Weges gemeinsam und unterhielten sich \u00fcber Dies und Das,<br \/>bis der Graue sagte, da\u00df er nach Hause mu\u00df, sein Rudel warte auf ihn.<br \/>Als er ging versprach er aber noch sich mit dem Kleinen wieder zu treffen, wann immer er<br \/>es wollte, er m\u00fcsse nur seine Marke an den ersten Baum im Park setzen und<br \/>dann w\u00fc\u00dfte der Graue, da\u00df sie sich am n\u00e4chsten Tag wieder sehen w\u00fcrden. Den Kleinen hatte diese Art der Unterhaltung stark beeindruckt und so<br \/>beschlo\u00df er, den Grauen in n\u00e4chster Zeit wieder zu treffen, nur wann genau<br \/>das sein w\u00fcrde, das wu\u00dfte er noch nicht, denn er war ja noch jung und hatte<br \/>noch so viele andere Dinge im Kopf, schlie\u00dflich gab es noch so viel in<br \/>diesem gro\u00dfen Revier zu entdecken. Alsbald hatte er den Grauen vergessen.<br \/>Er stromerte jetzt mit vielen Gleichaltrigen herum, machte Heute hier und<br \/>Morgen da seine Streiche, wurde zu seinen Freunden eingeladen und hatte<br \/>seinen Spa\u00df. In der Zwischenzeit machte sich der Graue Gedanken, hatte er<br \/>den Kleinen falsch eingesch\u00e4tzt, war er auch nur einer der jungen flinken<br \/>B\u00e4lger, die, ohne an die Zeit zu denken, in den Tag hinein leben? Dabei hatte er ihn doch schon bei ihrem ersten Treffen in sein Herz<br \/>geschlossen. Nur konnte er es nicht so zeigen, vielleicht war er doch schon<br \/>zu alt, um seine Gef\u00fchle f\u00fcr die Anderen nach Au\u00dfen hin sichtbar zu machen.<br \/>Gro\u00dfe Vorw\u00fcrfe plagten ihn, ob es denn richtig war, schlie\u00dflich gibt es so<br \/>etwas wie eine Hundeordnung, nach der die Alten zwar mit den Jungen reden<br \/>d\u00fcrfen, aber Freundschaft, so etwas sollte eigentlich nicht sein. Sollte er<br \/>als Rudelanf\u00fchrer dagegen versto\u00dfen, obwohl er genau wu\u00dfte, da\u00df ihn das<br \/>seine Stellung in seinem Rudel kosten k\u00f6nnte? Dennoch, er wollte den Kleinen<br \/>wiedersehen und beschlo\u00df ihn zu suchen. Er ging das ganze gro\u00dfe Revier ab.<br \/>Nach langem Suchen fand er ihn schlie\u00dflich, in einer Ecke hinter der alten<br \/>Friedhofsmauer. Vollkommen zerzaust, mit ein paar Bi\u00dfwunden, die<br \/>offensichtlich von einem Kampf mit einem gr\u00f6\u00dferen Hund stammten. Die Freude<br \/>des Kleinen war \u00fcbergro\u00df. Er leckte den Grauen an seiner Schnauze und<br \/>wedelte mit seinem Schwanz. Endlich war jemand gekommen, vor dem er keine<br \/>Angst zu haben brauchte. Was war passiert !?<br \/>Nach einer dieser wilden Treffen auf dem Friedhof hatte sich der Kleine mit einem<br \/>\u00c4lteren angelegt und der hatte ihn ordentlich zurecht \u201egestutzt\u201c. Keiner<br \/>seiner sogenannten Kumpel hatte ihm dabei zur Seite gestanden, alle waren<br \/>sie davon gerannt und er blieb mit seinen Wunden allein. Um so gr\u00f6\u00dfer seine<br \/>Freude, da\u00df jetzt der Graue gekommen war, er w\u00fcrde ihm helfen, da war sich<br \/>der Kleine sicher. Der Graue versorgte erst einmal die Wunden, ohne ein Wort<br \/>dabei zu verlieren. Der Kleine sollte von sich aus sagen, was genau<br \/>vorgefallen war, obwohl er die Art der Wunden kannte. Der \u00c4ltere\u00a0 machte<br \/>sich gern an die Kleinen heran, um mit ihnen zu raufen und seine Methode war<br \/>dabei immer die gleiche. Jedes Mal packte er sie von hinten ins Genick und<br \/>ri\u00df ihnen ein St\u00fcck von ihrem Fleisch heraus. An dieser Stelle konnten sie<br \/>sich nicht lecken, um ihre Wunden zu heilen. Sie waren also auf die Hilfe<br \/>eines anderen Hundes angewiesen und der war selten zur Stelle. Und so kam<br \/>es, da\u00df der Graue, trotzdem er wu\u00dfte, was passieren k\u00f6nnte, sich um den<br \/>Kleinen k\u00fcmmerte und ihn umsorgte.<br \/>Erst viel sp\u00e4ter w\u00fcrde der Kleine einsehen,<br \/>da\u00df er mit dem Grauen einen richtigen Freund gefunden hat,<br \/>der ihm in seinem Alter Dinge beibringen konnte, zu denen die<br \/>Anderen noch viel Hundejahre Erfahrung ben\u00f6tigen w\u00fcrden.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es war einmal . . . so fangen bekanntlich alle M\u00e4rchen an, also, es war einmal ein niedlicherkleiner Hund.Der hatte braunes, lockiges Fell, ein Paar sch\u00f6ne gro\u00dfe runde Augen und war in seinerArt der Liebling jedes Menschen. 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