{"id":661,"date":"2021-03-21T10:41:55","date_gmt":"2021-03-21T10:41:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.jamavia-blue.de\/?page_id=661"},"modified":"2021-03-21T10:49:33","modified_gmt":"2021-03-21T10:49:33","slug":"dunkelheit","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.jamavia-blue.de\/?page_id=661","title":{"rendered":"Dunkelheit"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-page\" data-elementor-id=\"661\" class=\"elementor elementor-661\" data-elementor-post-type=\"page\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-15c7d1e8 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"15c7d1e8\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-46c6ce3e\" data-id=\"46c6ce3e\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-82f26b2 elementor-drop-cap-yes elementor-drop-cap-view-default elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"82f26b2\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-settings=\"{&quot;drop_cap&quot;:&quot;yes&quot;}\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Die Kneipenluft war voll vom Zigarettenqualm. Als sie eintrat hatte sie M\u00fche den Barkeeper hinter dem Tresen zu erkennen. Versteckt in einer Ecke sa\u00df ein Mann, es sah so aus, als ob er sich absichtlich ganz nach hinten gesetzt hatte, er wollte wohl von den Anderen nicht gest\u00f6rt werden und auch sonst von Niemandem erkannt werden. Auf der Suche nach einem freien Platz kam sie auch an seinem Tisch vorbei, dort waren die einzigen freien St\u00fchle im ganzen Raum. H\u00f6flich fragte sie ihn, ob denn hier noch ein Platz frei w\u00e4re. Ohne sie auch nur eines Blickes zu w\u00fcrdigen antwortete er,\u00a0 mit einem grollen in der Stimme, \u201ebitte\u201c.<\/p>\n<p>Diese Stimme, ich habe sie schon einmal geh\u00f6rt, dachte sie so bei sich. Da gab es vor ein paar Jahren einen jungen Mann, den sie<br \/>kannte. Einen gut aussehenden, interessanten Mann, der eine Ausstrahlung auf sie hatte, wie bis heute kein zweiter. Er wu\u00dfte sich auszudr\u00fccken, sich zu benehmen, hatte immer eine Idee seine Zeit zu gestalten, immer etwas Neues im Kopf. Nicht wie die anderen Jugendlichen oder jungen M\u00e4nner in seinem Alter, er schien ihnen um Jahre voraus zu sein. Das war es auch, was sie so an diesem Mann faszinierte, was ihn so f\u00fcr sie anziehend machte. Damals war sie schon um Vieles \u00e4lter als er, dennoch hatte sie sich beide irgendwie gefunden.<\/p>\n<p>Sie verbrachten eine sch\u00f6ne Zeit miteinander, trotz der vielen Hindernisse, die sich ihnen in den Weg stellten. Da war seine Familie, die es niemals<br \/>verstanden h\u00e4tte, da\u00df er ein Verh\u00e4ltnis mit einer Frau hatte, die seine Mutter h\u00e4tte sein k\u00f6nnen, da war ihre Umgebung, die sie fast f\u00fcr verr\u00fcckt<br \/>erkl\u00e4rt h\u00e4tte, wenn sie gewu\u00dft h\u00e4tten, wer ihr Partner war. Aber sie hatten sich gefunden und was f\u00fcr sie beide am Wichtigsten war, sie liebten sich, wenn auch heimlich und versteckt, so war es doch f\u00fcr beide sch\u00f6n. Die Anderen sollten sich erst einmal an ihre eigenen Nasen fassen, hatten sie sich gesagt, sie sollten vor ihren eigenen T\u00fcren kehren, da h\u00e4tten sie genug zu tun. Was hatten sie nicht alles zusammen unternommen, wo waren sie nicht \u00fcberall hingefahren, ihnen viel immer etwas Anderes ein. Sie hatten eine sch\u00f6ne Zeit miteinander.<\/p>\n<p>Sie liebten sich wann und wo sie wollten und waren dabei sehr erfinderisch. Sie hatte die Erfahrung und er war ein gelehriger Sch\u00fcler, brachte auch noch die eine oder andere Idee, die sie zusammen ausprobierten. Sie waren rundherum gl\u00fccklich.<br \/>Dann kam dieser Tag, den sie bis heute nicht vergessen kann. Abends, in ihrer Lieblingskneipe, kam diese Frau herein. Sie sah aus, wie eines dieser Supermodel aus dem Fernsehen, sehr schlank, blonde lange Haare, eine Traumfigur.<\/p>\n<p>Mit einer Selbstverst\u00e4ndlichkeit setzte sie sich ausgerechnet an ihren Tisch. Den ganzen Abend machte sie ihren Freund an. Flirtete mit ihm,<br \/>forderte ihn richtig heraus und er merkte nicht, wie er ihr ins Garn ging. Gegen diese Frau hatte sie keine Chance, deshalb r\u00e4umte sie auch kampflos das Feld. Auch wenn sie wu\u00dfte, da\u00df diese Beziehung nicht halten konnte, da\u00df ihm diese Frau nur das Herz bricht, kapitulierte sie vor der Jugend und der Sch\u00f6nheit der Anderen.<\/p>\n<p>Ohne da\u00df er es bemerkte ging sie aus dem Lokal. Keine Verabschiedung, kein Ku\u00df, in ihren Augen sah man nur Tr\u00e4nen.<\/p>\n<p><b><em>Und heute dieser Mann?<\/em><\/b><\/p>\n<p>Sie versuchte ihn in ein Gespr\u00e4ch zu verwickeln, um ihn so zu bewegen seinen Kopf zu heben, damit sie sein Gesicht sehen konnte. Langsam,<br \/>eigentlich mehr ablehnend hob er ihn an. Sie sah in sein Gesicht, ja, er war es! Er, den sie vor Jahren verloren hatte. Er, f\u00fcr den sie die Sterne vom<br \/>Himmel geholt h\u00e4tte, den sie geliebt hatte, wie keinen anderen. Aber was war aus ihm geworden. Seine Augen hatten nicht mehr dieser Leuchten, das Funkeln, das Feuer. Wo war das Vibrieren in seiner Stimme geblieben, das sie vor Erregung erschauern lie\u00df?<\/p>\n<p>Wo war das Lachen in seinem Gesicht geblieben? Die Augen waren leer, das Gesicht vor Trauer zerfurcht, seine Stimme klang nur noch m\u00fcrrisch. Er war innerlich ausgebrannt. Dieses Model hatte ihm seine Seele genommen, sein Feuer, sein Lachen. Nachdem ihn die Andere einfach links liegen gelassen hatte, verlie\u00df ihn sein Lebensmut. Ganz tief in seinem Inneren glaubte sie noch an einen Funken der Hoffnung\u00a0 und den wollte sie in ihm versuchen zu wecken. Konnte sie an die alten Zeiten noch einmal ankn\u00fcpfen, ihn wieder aufbauen, vielleicht sogar in ihm das Feuer der Liebe wieder entfachen?<\/p>\n<p><b><em>Konnte sie ihn wieder f\u00fcr sich zur\u00fcckholen?<\/em><\/b><\/p>\n<p><b><em>Die Antwort hierauf wei\u00df nur allein die Zeit.<\/em><\/b><\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Kneipenluft war voll vom Zigarettenqualm. Als sie eintrat hatte sie M\u00fche den Barkeeper hinter dem Tresen zu erkennen. 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