{"id":78,"date":"2020-01-03T11:53:22","date_gmt":"2020-01-03T11:53:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.jamavia-blue.de\/?page_id=78"},"modified":"2021-03-21T11:45:12","modified_gmt":"2021-03-21T11:45:12","slug":"freud-und-leid","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.jamavia-blue.de\/?page_id=78","title":{"rendered":"Freud und Leid"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-page\" data-elementor-id=\"78\" class=\"elementor elementor-78\" data-elementor-post-type=\"page\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-2fb9d9d4 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"2fb9d9d4\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-3bd14c14\" data-id=\"3bd14c14\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-6a04f634 elementor-drop-cap-yes elementor-drop-cap-view-default elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"6a04f634\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-settings=\"{&quot;drop_cap&quot;:&quot;yes&quot;}\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Da steht sie nun vor der Gabelung des Weges. Wie wird sie sich entscheiden, geht sie den rechten oder den linken Weg?<br>Ihre Gedanken sind verwirrt, sie weis nicht in welche Richtung sie gehen soll. Was zum Teufel soll ich jetzt machen, fragt sie sich.<br>Aus heiterem Himmel gibt es einen f\u00fcrchterlichen Knall , der Blitz schl\u00e4gt&nbsp; direkt neben ihr in den Baum ein, eine riesige Rauchwolke entsteht. Nachdem sich der Rauch verzogen hatte, steht ein Mann neben ihr, den sie zuvor nie gesehen hatte. Er ist in schwarz gekleidet, mit einem feuerroten Hemd eingeh\u00fcllt in einen langen schwarzen Umhang.<br>\u201eDu hast mich gerufen, da bin ich. Was ist Dein Begehr?\u201c<br>Er sieht zwar unheimlich&nbsp; aus, aber daf\u00fcr auch unheimlich gut, denkt sie so bei sich. Ich werde ihn fragen, ob er mir bei der Wahl meines Weges einen Rat geben kann. \u201eIch kann mich nicht entscheiden zwischen dem rechten und dem linken Weg,\u201c sagt sie zu ihm. \u201eBis heute habe ich alle Entscheidungen in meinem Leben selbst getroffen und bin, bis auf einige wenige Ausnahmen, auch gut dabei zu Recht gekommen, aber diese hier erscheint mir unendlich&nbsp; kompliziert.\u201c Schlie\u00dflich k\u00f6nnte es die Entscheidung f\u00fcr den Rest meines Leben und somit auch richtig bedacht sein. \u201eIch sehe den Zwiespalt in Dir, Du wei\u00dft , dass diese Entscheidung eine endg\u00fcltige&nbsp; sein kann, von der es kein zur\u00fcck mehr geben wird, also \u00fcberlege gut.\u201c Woher weis er was ich denke, kommt ihr in den Sinn, kann er etwa Gedanken lesen?<br>\u201eGehst Du den linken Weg, so erwarten Dich die Freuden des Lebens, w\u00e4hlst Du aber den rechten, so wird er beschwerlich und voller Steine sein,\u201c sagt ihr der Mann mit ernster Stimme. \u201eAlso entscheide Dich f\u00fcr den Richtigen, die Freuden oder das Leiden.\u201c<br>Bis hierher war mein Weg schon mit so vielen Hindernissen best\u00fcckt und steinig genug war er auch, also entscheide ich mich f\u00fcr die Freuden, denkt sie. Ich w\u00e4hle den linken, er wird mir die Freuden zeigen, Steine habe ich bis heute genug gesehen. \u201eEine vern\u00fcnftige Entscheidung,\u201c sagt der Mann zu ihr, mit einem schallenden Lachen und verschwindet so geheimnisvoll, wie er gekommen war. Sie ging also auf dem linken Weg weiter, durchquerte einen dichten kaum enden wollenden Wald und kam schlie\u00dflich in eine wundersch\u00f6ne Stadt. Hier muss ich richtig sein, so einen phantastischen Ort habe ich nirgends zuvor gesehen, erinnert sie sich. Der lange Weg hatte sie durstig gemacht, darum suchte sie als Erstes nach einem Kaffee oder einer Gastst\u00e4tte. Sie sah ein kleines, etwas abgelegenes Kaffee in einer Seitenstra\u00dfe und ging hinein. Als sie eintrat glaubte sie ihren Augen nicht zu trauen, da sa\u00dfen nur M\u00e4nner an den Tischen. Ein ganzes Kaffee voller M\u00e4nner, einer sch\u00f6ner als der andere&nbsp; und sie mitten drin, das konnte nur ein gutes Omen sein. An welchen Tisch sollte sie sich setzen, \u00fcberall war genau ein Platz frei. Hier sa\u00dfen nur blonde M\u00e4nner, dort nur S\u00fcdl\u00e4nder, an einem anderen wieder nur dunkelh\u00e4utige, eine wirklich schwere Entscheidung. Alle waren auf ihre Art faszinierend. Sie schloss die Augen und lie\u00df einen alten Z\u00e4hlreim entscheiden und die Wahl fiel auf die blonden Herren. Die drei M\u00e4nner begr\u00fc\u00dften sie freundlich. Der eine bot ihr den freien Platz an, der andere half ihr aus ihrer Jacke und der dritte fragte sie, was er f\u00fcr sie bestellen kann. So viel Aufmerksamkeit f\u00fcr sich hatte sie schon lange nicht mehr erfahren, dies musste wohl das Paradies sein.<br>Nachdem sie sich gest\u00e4rkt hatte, bot jeder der drei ihr seine ganz pers\u00f6nlichen Dienste an. Jetzt viel ihr zum ersten Mal die Wahl schwer, sie wollte auch niemanden der drei vor den Kopf sto\u00dfen, also bedankte sie sich h\u00f6flich und verlie\u00df das Lokal allein. Auf der Stra\u00dfe begegnete ihr ein anderen Mann. Der fragte sie, ob er sie begleiten kann, dies sei seine Stadt, in der er sich auskenne. Gern w\u00fcrde sie noch mehr von dieser Stadt sehen wollen, also willigte sie ein. Er geht mit ihr in ein Tanzlokal. Sie verbringen den ganzen Abend hier. Am anderen Morgen fragt er sie , ob er sie nach Hause bringen kann, da f\u00e4llt ihr ein, dass sie ja noch gar keine Unterkunft oder ein Hotel hat, wo sollte sie&nbsp; schlafen? Als ob er es erahnt hat bietet er ihr an, sie k\u00f6nnte bei ihm auf der Couch schlafen. Er lebe allein und es w\u00fcrde ihn nicht st\u00f6ren, au\u00dferdem k\u00f6nnte sie sich das Geld f\u00fcr ein Zimmer sparen. Ihr gefiel der Vorschlag sehr, denn sie hatte sich beim Tanzen und im Laufe des Abends in ihn verliebt. &#8222;Wenn es keine Umst\u00e4nde macht, nehme ich den Vorschlag an,&#8220; sagte sie zu ihm.<br>Sein Aussehen, sein Wesen waren genau die Dinge, die sie an einem Mann gesucht hatte, also warum nicht!<br>Am n\u00e4chsten Morgen, eigentlich war es bereits Mittag, lagen sie beide immer noch im Bett, sie hatte die Couch gar nicht zu Gesicht bekommen und das fand sie auch gut so. Nach dieser Nacht war sie mehr als gl\u00fccklich, genau dieses Gef\u00fchl hatte ihr gefehlt, so ein Mann an ihrer Seite. Doch was war das, sie traute ihren Ohren nicht, was er da eben gesagt hatte. Nachdem er wach geworden war drehte er sich langsam zu ihr um, machte ein v\u00f6llig verst\u00f6rtes Gesicht und sagte zu ihr, \u201ees wird Zeit f\u00fcr dich, du musst gehen, meine Frau kann jeden Augenblick nach Hause kommen.\u201c<br>Am liebsten h\u00e4tte sie laut geschrieen.<br>Dieser Satz hatte sie schlagartig aus all ihren Tr\u00e4umen geholt. Warum musste gerade ihr das passieren? Dabei hatte doch Alles so gut angefangen, die sch\u00f6ne Stadt, die freundlichen Herren im Kaffee und dann diese Nacht mit ihm und nun das pl\u00f6tzliche&nbsp; Ende. Ganz allm\u00e4hlich begann sie \u00fcber die Worte des Mannes an der Weggabelung nachzudenken. Was hatte er zu ihr gesagt,<br>\u201e\u2026 gehst du den linken Weg, so erwarten dich alle Freuden des Lebens\u2026\u201c.<br>Dieses Gesicht, der Anzug, das feuerrote Hemd, der schwarze Umhang, sein Erscheinen nach dem Blitz und dem Rauch, nat\u00fcrlich, es passt Alles zusammen. Es h\u00e4tte ihr gleich auffallen m\u00fcssen, so einen Auftritt hat nur einer, der Teufel pers\u00f6nlich. Ja, von den Freuden hatte er gesprochen, aber das Freude und Leid dicht nebeneinander liegen, das hatte er nat\u00fcrlich verschwiegen. &nbsp;Es ist ja so sch\u00f6n einfach, wenn einem nur die sch\u00f6nen Dinge des Lebens vorgezeigt werden, man aber hinter die Schattenseiten selbst kommen muss.<\/p>\n<p><strong><em>Nicht immer ist es der leichte Weg, der im Leben zum Ziel f\u00fchrt, oft geht man einen beschwerlichen, steinigen,&nbsp;der viele Strapazen in sich birgt, doch am Ende kommt man doch zu seinem ersehnten, wahren Gl\u00fcck.<\/em><\/strong><\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da steht sie nun vor der Gabelung des Weges. 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