{"id":789,"date":"2021-03-27T15:54:31","date_gmt":"2021-03-27T15:54:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.jamavia-blue.de\/?page_id=789"},"modified":"2021-03-27T15:58:28","modified_gmt":"2021-03-27T15:58:28","slug":"verfuehrung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.jamavia-blue.de\/?page_id=789","title":{"rendered":"Verf\u00fchrung"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-page\" data-elementor-id=\"789\" class=\"elementor elementor-789\" data-elementor-post-type=\"page\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-3eb153da elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"3eb153da\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-7b2362cf\" data-id=\"7b2362cf\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-217cdb28 elementor-drop-cap-yes elementor-drop-cap-view-default elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"217cdb28\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-settings=\"{&quot;drop_cap&quot;:&quot;yes&quot;}\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Zwei gro\u00dfe fragende Augen sehen ihn an und wollen doch so viel wissen von dieser Welt, ein L\u00e4cheln, dem kaum jemand widerstehen kann. Haare, die so manche ihresgleichen voll Neid erf\u00fcllen und ihr selbst manchmal im Weg stehen. Ist sie noch ein Kind oder doch schon eine Frau? Da ist schon viel geschehen in ihrem kurzen, langen Leben, das Sie manchmal mit Wehmut erf\u00fcllt, manchmal nachdenklich stimmt, ob den dies das Leben ist, was Sie sich eigentlich ertr\u00e4umt hat. Drau\u00dfen beginnen die ersten Fr\u00fchlingsbooten ihre Lieder in den Himmel zu tr\u00e4llern und sie kommt von einer, wieder einmal viel zu langen, Nacht nach hause. An ihrem Arm ein junger Mann, den Sie offensichtlich schon lange kennt. Sie bewegen sich langsam, ineinander verschlungen und doch kann man in ihren Augen Wehmut sehen. Eine so junge Frau sollte\u00a0 mit einem jungen Mann an der Hand, nachts auf der Stra\u00dfe einen gl\u00fccklicheren\u00a0 Eindruck machen, warum sie nicht. Ihr Gesicht wirkt nachdenklich, ihre sch\u00f6nen Augen etwas traurig, ihr Kopf schwer von Gedanken. \u201e Wie kannst du dich nur so vor anderen \u201eproduzieren\u201c, du wei\u00dft genau, da\u00df ich das nicht leiden kann\u201c, sagt er zu ihr. Sie senkt ihren Kopf und denkt im Stillen bei sich, was hast du jetzt falsch gemacht? Ich war doch nur mit meinen neuen Klamotten in der Stammdisco, wo mich jeder kennt, wo seine Freunde mich sofort sehen, wo jeder wei\u00df, zu wem ich geh\u00f6re. Nie w\u00fcrde ich etwas tun, da\u00df unsere Beziehung in Frage stellen k\u00f6nnte, warum macht er mich so fertig? Er sollte sich mal an seine eigene Nase fassen. Hat er vielleicht vergessen, was mit meiner Freundin war? Aber angeblich ist ja alles nur Einbildung von mir, hat er mir jedenfalls versichert. Ich werde den Gedanken nicht los, da\u00df er denkt ich bin sein Eigentum. <em>Niemand ist eines anderen Menschen Eigentum <\/em>, habe ich einmal in einem Buch gelesen und das gilt ja wohl auch in unserer Beziehung. Oder glaubt er etwa ich bin seine \u201eSklavin?&#8220; Vielleicht sollten wir uns endlich einmal aussprechen, damit jeder vom anderen genau weis woran er ist. Ein guter Vorschlag. Wenn wir ausgeschlafen haben werde ich ihn zur Rede stellen. In dieser Nacht hat sie kein Verlangen mit ihm zu schlafen, wenn auch seine N\u00e4he und der Duft seines K\u00f6rpers ihr etwas Anderes sagen. Es ist Mittag, die Sonne hat bereits ihren Zenit \u00fcberschritten und das bunte Treiben der V\u00f6gel ist weithin zu h\u00f6ren. Sie liegt schon \u00fcber eine Stunde wach und versucht ihre Worte zu sammeln, es soll nicht wieder so ein\u00a0 Durcheinander geben, wie bei der letzten Aussprache. Sie\u00a0 haben \u00fcber zwei Stunden miteinander gesprochen und am Ende ist doch nichts Vern\u00fcnftiges herausgekommen. Diesmal wird sie standhaft bleiben, das hat sie sich fest vorgenommen. Entweder er \u00e4ndert seine Ansichten oder es ist f\u00fcr beide das Beste, wenn sie sich endg\u00fcltig trennen.<br \/>Sicherlich ist es ein schwerer Entschlu\u00df und ihr ist auch schwer um ihr kleines Herz, aber\u201elieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende\u201c. Gesagt getan, sie wartet, bis er ausgeschlafen hat. Langsam und noch vollkommen benommen \u00f6ffnet er endlich die Augen. Gerade als sie mit ihren Worten beginnen will, da verschlie\u00dft er ihren Mund mit einem langen, intensiven Ku\u00df, so als w\u00fcrde er ahnen, was sie vor hatte. Ihr ganzer Mut, ihr ganzes Vorhaben ist auf einmal weg. Der Ku\u00df hatte sie so \u00fcberw\u00e4ltigt, da\u00df sie von ihrem Vorhaben an diesem Tag Abstand nahm. \u00a0Es wird sich in aller n\u00e4chster Zeit ein neuer, g\u00fcnstigerer Moment bieten, an dem sie dieses Mal stark sein wird und sich nicht wieder \u00fcberrumpeln l\u00e4\u00dft. \u201eWas fangen wir denn heute mit dem sch\u00f6nen Tag an, meine kleine Maus\u201c, fragt er, ist er sich etwa der ihm entgangenen Aussprache bewu\u00dft? Das kann nicht sein, sie verwirft diesen Gedanken schnell wieder, dann m\u00fc\u00dfte ich ja im Schlaf gesprochen haben. \u201eAm Besten wir fahren heute baden, es ist so sch\u00f6n warm drau\u00dfen und wir waren schon lange nicht mehr an der K\u00fcste. La\u00df uns nach zu diesem Strandkaffee fahren, anschlie\u00dfend k\u00f6nnen wir noch an der Uferpromenade spazieren gehen und etwas essen\u201c. Gesagt, getan, sie packen eine Decke ein und ein paar Handt\u00fccher und schon geht die Reise los. Unterwegs bemerkt sie, wie er ihr st\u00e4ndig \u201eum den Bart\u201c geht, so, als wollte er etwas gut machen. Ihr gef\u00e4llt es und sie l\u00e4\u00dft sich von ihm hofieren. An der Ostsee ist es wundersch\u00f6n, mitten in der Woche ist der Strand nicht so \u00fcberlaufen. Man findet \u00fcberall noch einen Platz zum liegen und schon wird die Decke ausgebreitet und beide legen sich darauf, um sich von der Sonne Br\u00e4unen zu lassen.<\/p><p>Mit einem Strohhalm, den er auf dem Hinweg aufgelesen hat, beginnt er ihr ganz langsam \u00fcber ihren R\u00fccken zu fahren. Sie erschrickt anfangs und will sich gerade aufrichten, l\u00e4\u00dft sich aber dann aber wieder auf der Decke nieder und er beginnt von Neuem. Nach fast zehn Minuten dreht sie sich um, \u201ejetzt bin ich dran\u201c, fl\u00fcstert sie leise. Er legt sich auf den R\u00fccken, schlie\u00dft seine Augen und sie beginnt mit dem selben Strohhalm das Spiel bei ihm. \u201eIch glaube es ist besser, wenn du jetzt ins Wasser gehst\u201c, sagt sie und lacht dabei. Er schaut sie an, dann geht sein Blick an seinem K\u00f6rper nach unten und ihm schie\u00dft die R\u00f6te ins Gesicht, \u201edas glaube ich auch\u201c.<\/p><p>Fast unauff\u00e4llig, beide H\u00e4nde vor seiner Hose, geht er mit schnellen Schritten ins Wasser, um seine \u201eGef\u00fchle\u201c wieder unter Kontrolle zu bringen. An der Strandpromenade essen beide in aller Ruhe einen Eisbecher, dann fahren sie wieder nach Hause. \u201eHolst du mich morgen wieder ab oder soll ich zu dir kommen\u201c, fragt sie, als sie sich verabschieden. \u201eIch komme zu dir\u201c, sagt er mit einem L\u00e4cheln und gibt ihr einen langen Ku\u00df zum Abschied, steigt in sein Auto und f\u00e4hrt los. Warum sind nicht alle Tage so sch\u00f6n, wie dieser, dann brauchte ich mir nicht solche Gedanken, wie heute Morgen zu machen. Trotzdem, denkt sie sich, ich wollte ihn doch zur Rede stellen und habe mich wieder einmal \u00fcberrumpeln lassen. Wenn er Morgen kommt, werde ich als Erstes mit ihm reden und diesmal gibt es keine Ausfl\u00fcchte!<\/p><p>Es ist erst abends um acht und sie hat noch keine Lust schlafen zu gehen, ein kurzes Telefonat mit ihrer besten Freundin und schon treffen sie sich eine halbe Stunde sp\u00e4ter in einer Bar. Wie kann es anders sein, es wird \u00fcber den vergangenen Tag geplaudert. \u201eHast du ihm nun endlich mal die Meinung gesagt\u201c, fragt die Freundin. \u201eNein\u201c antwortet sie, \u201eer hat mich ausgetrickst\u201c. Die Freundin hatte es wohl schon kommen sehen, \u201edu solltest in deiner Beziehung nicht immer nachgeben und dir von ihm seine Meinung aufzwingen lassen, da sind so viel h\u00fcbsche Kerle, die nur darauf warten, da\u00df du endlich solo bist, la\u00df den Typen sausen!\u201c Sie gibt ihr mit einem leichten Seufzer Recht, aber was soll sie denn machen, sie sind nun schon so lange zusammen, da f\u00e4llt es schwer, man hat sich aneinander gew\u00f6hnt. \u201eIch wei\u00df, du hast ja Recht\u201c, sagt sie, \u201ejedes Mal, wenn ich einen Typen sehe, der mir gef\u00e4llt und bei dem ich sofort schwach werden k\u00f6nnte , sage ich mir ja auch, das ich es besser haben kann.\u201c Aber sagen ist das Eine, es tun ist etwas ganz Anderes und so werde ich wohl noch eine Zeit so weiterleben, wenn ich mich nicht selbst \u00fcberwinde, denkt sie bei sich selbst. \u201eLa\u00df uns von etwas Anderem oder noch besser von einem Anderen reden.\u201c Und schon sind die beiden in ihrem Element. Sich \u00fcber Jungs zu unterhalten, die man gesehen, getroffen oder vielleicht sogar gesprochen hat, das ist doch das Gr\u00f6\u00dfte. Manchmal geraten sie dabei so richtig ins Schw\u00e4rmen und tr\u00e4umen von ihrem Mann, der sie dann \u00fcber die Schwelle tragen wird. \u201eAch ja,\u201c seufzen dann beide, \u201ewie sch\u00f6n w\u00e4re das.\u201c<\/p><p>Der n\u00e4chste Tag.<\/p><p>\u201eHallo, sch\u00f6n das Du anrufst\u201c, sagt sie, \u201ebleibt es nun bei unserer Verabredung heute Abend?\u201c Am anderen Ende der Leitung ist eine kurze Pause, dann etwas verwirrt, \u201e Verabredung, \u00e4h ,\u00a0 ja , nein, ich kann heute leider nicht, bei mir ist etwas dazwischen gekommen, ich mu\u00df meinen Eltern beim Tapezieren helfen, wir wollen doch an diesem Wochenende fertig werden. Du weist doch, das ich nur noch diese Woche Urlaub habe.\u201c Den ganzen Nachmittag war sie lustig und vergn\u00fcgt, freute sich \u00fcber jede Kleinigkeit, machte einen Haufen Sp\u00e4\u00dfe, jetzt sah man ganz deutlich, wie sich ihr h\u00fcbsches Gesicht ver\u00e4nderte. Nichts war mehr \u00fcbrig von all` dem Lachen und der Ausgelassenheit. Mit dieser Antwort hatte sie gerade heute nicht gerechnet. Da hat man sich die ganze Woche auf das Wochenende gefreut und dann kommt so eine billige Ausrede, denkt sie so bei sich. Er h\u00e4tte mir doch schon fr\u00fcher sagen k\u00f6nnen was er vor hat, vielleicht h\u00e4tte ich mithelfen k\u00f6nnen. Wir w\u00e4ren schneller fertig geworden und h\u00e4tten dann auch mehr Zeit f\u00fcr uns. Mit einer Geste der Gleichg\u00fcltigkeit l\u00e4\u00dft sie den Telefonh\u00f6rer in die Gabel fallen. Der Verdacht, da\u00df er sie verladen hat kommt langsam in ihr auf, sie ist den Tr\u00e4nen nahe, doch sie kann sie noch zur\u00fcck halten. Es soll doch niemand sehen, da\u00df sie eigentlich ungl\u00fccklich ist. Als sie im Bus sitzt, hinten, in der letzten Bankreihe, wo sie niemand beobachten kann, holt sie ihr Taschentuch heraus und h\u00e4lt es sich vor ihr Gesicht. Sie ist allein mit ihrer Trauer, wie oft hatte sie nun diese Situation schon erlebt, da\u00df er sie mit solch fadenscheinigen Ausreden versetzt hatte. Irgendwann werde ich einen Schlu\u00dfstrich ziehen, sagt sie sich zum wiederholten Mal. Was fange ich nun heute Abend an, wir wollten ja eigentlich in die Disco, am Besten ich rufe meine Freundin an, vielleicht hat sie ja Lust, etwas mit mir zu unternehmen. Und richtig, sie hat nicht nur Zeit, sondern auch noch einen besseren Vorschlag, \u201ela\u00df uns doch mal in eine andere Stadt fahren, wo uns keiner kennt, da k\u00f6nnen wir uns richtig auslassen, ohne das gleich am n\u00e4chsten Tag wieder irgendeiner quatscht.\u201c Eine wirklich gute Idee, denkt sie so bei sich, abschalten und auf keinen achten m\u00fcssen, genau das werden wir machen.<\/p><p>Eine riesige Leuchtreklame und mehrere Scheinwerfer locken die Beiden zum gro\u00dfen Eingangsportal. Warum sind wir nicht schon einmal fr\u00fcher hierher gefahren, stellen sich offenbar beide die Frage. Bevor sie eintreten wird noch festgelegt, wer von ihnen mit dem Auto zur\u00fcckf\u00e4hrt. Schlie\u00dflich gibt es genug Kontrollen und sie sind sich auch einig, da\u00df Derjenige der f\u00e4hrt nicht trinkt. Nun aber hinein in das Vergn\u00fcgen. Ihre Gedanken vom Abend sind wie weggeblasen, heute wird sich am\u00fcsiert. Die Eintrittskarten sind noch gar nicht ganz in den Handtaschen verstaut, da werden die beiden schon von zwei gutaussehenden Jungs zum Tanzen aufgefordert. Sie sehen sich an und denken sicherlich das Selbe, das kann ein richtig interessanter Abend werden. Es sind wohl schon ein paar Stunden vergangen, da glaubt sie ihren Augen nicht zu trauen, sie st\u00f6\u00dft ihre Freundin an, \u201e&#8230; ist das da nicht mein Freund, mit dieser rothaarigen Friseuse\u201c, fragt sie, \u201eaber nat\u00fcrlich ist er das\u201c. Beide sehen sich vollkommen verdutzt an, das kann doch nicht sein, er hatte mir doch hoch und heilig versprochen, da\u00df er mit der Tussi Schlu\u00df gemacht hat und jetzt das. Sie war fassungslos, das war also seine Ausrede, von wegen beim tapezieren helfen, denkste, Tapetenwechsel war angesagt. Ein Blick gen\u00fcgt und sie verlie\u00df mit ihrer Freundin sofort den Saal. Er hatte sie offensichtlich nicht bemerkt und das war auch gut so, wahrscheinlich h\u00e4tte sie ihm sonst eine riesige Szene gemacht.<\/p><p>\u201eKann ich heute Nacht bei dir schlafen\u201c, fragte sie ihre Freundin. \u201eNa klar, das versteht sich doch\u201c, entgegnete diese. Auf dem Weg nach Hause sprachen beide kein Wort. Jetzt nur nicht an den \u201eSchei\u00dfkerl\u201c denken, so oder \u00e4hnlich k\u00f6nnten ihre Gedanken gewesen sein. Bei der Freundin angekommen, gingen sie leise nach oben, um nicht die Eltern zu wecken. Es war nicht geheizt im Zimmer, also schnell ausziehen und ab unter die Decke. Da stand aber nur eine Liege, \u201cwas nun\u201c, fragte sie ihre Freundin, \u201ekein Problem, dann schlafen wir beide eben zusammen auf der Liege.\u201c Warum eigentlich nicht, schlie\u00dflich ist sie ja meine beste Freundin und au\u00dferdem, was ist schon dabei, wir kenne uns nun schon so lange. Gesagt, getan, sie kuscheln sich aneinander, um sich gegenseitig zu w\u00e4rmen und schlafen auch nach wenigen Minuten ein.<\/p><p>&#8211;\u00a0 Endlich Ruhe\u00a0 &#8211;<\/p><p>Am n\u00e4chsten Tag werden sie fast zur gleichen Zeit wach. Aber was ist das, da\u00a0 liegt die Hand der Freundin auf ihrem Bauch. Vielleicht ist sie noch im Halbschlaf und merkt davon nichts. Doch die Hand scheint da anderer Ansicht zu sein. Langsam bewegt sie sich unter ihrem Hemd nach oben, beginnt sie zu streicheln. Einen Augenblick \u00fcberlegt sie, ob sie ihre Freundin nun wecken soll, um dem Spiel ein Ende zu bereiten, dann ist sie aber von den Gef\u00fchlen, die sich langsam in ihr entwickeln, so \u00fcberrascht, da\u00df sie sie gew\u00e4hren l\u00e4\u00dft. Behutsam erkunden ihre Finger den K\u00f6rper von oben bis unten, schon sind sie zwischen ihren Schenkeln. Sie leistet keinen Widerstand und \u00f6ffnet sich langsam. Ihr wird immer w\u00e4rmer, der ganze K\u00f6rper ist angespannt und beginnt sich langsam in rhythmischen Bewegungen auf und ab zu beugen. Jetzt wei\u00df sie, da\u00df es keine Reaktionen im Halbschlaf sind. Ihre Freundin scheint nicht nur an Jungs Vergn\u00fcgen zu finden. So eine Art von Z\u00e4rtlichkeit hatte sie noch nicht erlebt. Nie h\u00e4tte sie zuvor zugegeben, da\u00df derartige Spiele sie so in Erregung versetzen k\u00f6nnten, aber es gefiel ihr von Minute zu Minute mehr. Mit den H\u00e4nden allein gab sich ihre Freundin nicht zu frieden. Langsam und mit ungekannter Sinnlichkeit wurde ihr K\u00f6rper zum Spielfeld f\u00fcr ihre Zunge, auf diesem Gebiet schien sie eine Meisterin zu sein. Es dauerte nicht lange und beide fanden ihren Liebespunkt. Denn nur bedient werden, das wollte sie auch nicht. Diese Erfahrung wollte sie dann schon auch f\u00fcr sich machen. Was wie eine harmlose Ber\u00fchrung begann, wurde zu einem ungeahnten Erlebnis. Nachdem beide matt auf ihrer H\u00e4lfte der Liege lagen, war f\u00fcr ein paar Minuten kein Ton zu h\u00f6ren. Wer w\u00fcrde jetzt den ersten Schritt machen und der Anderen erkl\u00e4ren, da\u00df es ungew\u00f6hnlich, da\u00df es gut war und ihrer Freundschaft keinen Abbruch tat?<\/p><p>\u201eIch\u201c, wollten beide gleichzeitig sagen, \u201efang` du an\u201c, sagte im zweiten Anlauf ihre Freundin. \u201eIch wollte dir sagen, da\u00df du dir keinen Gedanken machen brauchst, es war zwar f\u00fcr mich das erste Mal, aber es war eine sehr sch\u00f6ne Erfahrung, f\u00fcr die ich mich bei dir bedanken m\u00f6chte.\u201c<\/p><p>Erleichterung war im Gesicht der Freundin zu erkennen, einen Augenblick dachte sie, da\u00df jetzt ihre Freundschaft beendet sei. Sie l\u00e4chelte und traute sich in dieser Situation die Frage, \u201e wollen wir das demn\u00e4chst wiederholen?\u201c \u201eLa\u00df mich erst einmal meine Eindr\u00fccke verarbeiten\u201c, sagte sie, \u201ewenn es ein n\u00e4chstes Mal gibt, dann m\u00f6chte ich den Ort und den Zeitpunkt bestimmen\u201c. Damit war ihre Freundin vollkommen einverstanden, schlie\u00dflich wollte sie diese langj\u00e4hrige Beziehung nicht wegen irgend welchem Zeitdruck aufs Spiel setzen.<\/p><p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zwei gro\u00dfe fragende Augen sehen ihn an und wollen doch so viel wissen von dieser Welt, ein L\u00e4cheln, dem kaum jemand widerstehen kann. Haare, die so manche ihresgleichen voll Neid erf\u00fcllen und ihr selbst manchmal im Weg stehen. Ist sie noch ein Kind oder doch schon eine Frau? 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