{"id":88,"date":"2020-01-03T11:55:00","date_gmt":"2020-01-03T11:55:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.jamavia-blue.de\/?page_id=88"},"modified":"2021-03-27T15:22:14","modified_gmt":"2021-03-27T15:22:14","slug":"hier-moechte-ich-sein","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.jamavia-blue.de\/?page_id=88","title":{"rendered":"hier m\u00f6chte ich sein"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-page\" data-elementor-id=\"88\" class=\"elementor elementor-88\" data-elementor-post-type=\"page\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-2000af2b elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"2000af2b\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-fd63b8b\" data-id=\"fd63b8b\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-566f3bd0 elementor-drop-cap-yes elementor-drop-cap-view-default elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"566f3bd0\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-settings=\"{&quot;drop_cap&quot;:&quot;yes&quot;}\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Aus der Ferne ist das Brummen eines Motors zu h\u00f6ren. \u00dcber der Landebahn, mitten im Wald, wird eine Staubwolke durch den Wind aufgewirbelt. Wie ein Teppich erhebt sich der Staub in die H\u00f6he und versperrt dem Piloten der kleinen einmotorigen Maschine de Sicht auf die Piste. Es gelingt ihm dennoch mit geschickten Man\u00f6vern und seiner Erfahrung das Flugzeug sicher zu landen. Die Maschine rollt aus und bleibt mitten auf dem Platz stehen.<\/p>\n<p>Am Ende der Rollbahn ist eine mit Wellblech verkleidete H\u00fctte zu sehen, die aussieht, wie eine zerfallenen Tankstelle. Sie dient wohl bei Regen als Unterstellm\u00f6glichkeit f\u00fcr die Passagiere, aber wann gibt es in dieser Ein\u00f6de schon einmal einen Fluggast. Hinter dem Haus kommt ein Jeep hervor, der auf die Maschine zuf\u00e4hrt. Beim Flugzeug \u00f6ffnet sich die T\u00fcr und eine Leiter klappt herunter. Eine Frau betritt die erste Stufe und geht langsam die kleine Treppe hinunter. Sie tr\u00e4gt ein schwarzes Kleid mit einem weiten Ausschnitt, hochhackige Schuhe mit einem d\u00fcnnen Absatz, eher etwas f\u00fcr einen Ball, statt f\u00fcr diese Wildnis. Auch ihr Aussehen ist so anders als das der Frauen hier.<br \/><br \/>Sie hat lange blonde Haare, die ihr weit \u00fcber die Schulter reichen, gepflegte H\u00e4nde und Fingern\u00e4gel, die nach Manik\u00fcre aussehen, ein wundersch\u00f6nes, gepflegtes Gesicht, mit tiefblauen Augen. Als sie den ersten Fu\u00df in den losen Sand setzt, versinkt ihr Schuh und sie stolpert \u00fcber ihre eigenen F\u00fc\u00dfe. Zum gleichen Zeitpunkt ist der Jeep bereits an der Treppe des Flugzeuges angekommen. Er hat ein durchgeschwitztes Turnhemd an und tr\u00e4gt eine schon stark verblichene Jeanshose. Sein Gesicht ziert ein etwas ungepflegter Dreitagebart. Er sieht die Frau stolpern, springt aus seinem Fahrzeug heraus und kann sie gerade noch rechtzeitig auffangen, bevor sie das Gleichgewicht verliert und auf den Boden f\u00e4llt.<br \/><br \/>\u201eDas geh\u00f6rt hier zum Service\u201c, sagt er mit einem L\u00e4cheln.<br \/><br \/>Sie sieht in sein Gesicht: Seine dunklen Augen leuchten sie an. Trotz seiner schmutzigen Kleidung und seines ungepflegten Bartes, ist er ein attraktiver, gut gebauter Mann. Einer von der Sorte Mann, die einer Frau gef\u00e4hrlich werden kann. \u201eSie sollten sich dringend anderes Schuhwerk und auch andere Kleidung besorgen, wenn sie hier l\u00e4nger bleiben wollen. Ich bin Ihnen bei der Suche nach der passenden Bekleidung gern behilflich.\u201c Mit diesen Worten setzt er sie behutsam auf dem Beifahrersitz des Jeeps ab. Nachdem er den verlorenen Schuh geholt hat, f\u00e4hrt er mit der Frau los. \u201eWo kann ich Sie denn absetzen\u201c, fragt er w\u00e4hrend der Fahrt. \u201eIch weis es noch nicht, ich habe noch kein Hotel.\u201c \u201eEin Hotel, hier bei uns, das w\u00e4re ja ganz neu, da\u00df es hier ein Hotel gibt. Ich mache Ihnen einen Vorschlag, Sie kommen mit zu mir. Ich habe ein gro\u00dfes, altes Haus mit vielen Zimmern. Da findet sich auch ein passendes f\u00fcr Sie. Was halten Sie von meinem Vorschlag?\u201c Sie z\u00f6gert eine Moment, mit einem wildfremden Mann einfach so in sein Haus mitfahren, das wird sicherlich Komplikationen geben. Auf der anderen Seite ist er mir ja recht sympathisch, warum sollte ich es nicht wenigstens versuchen. Wenn es nicht geht, kann ich mir immer noch eine andere Unterkunft suchen. Als sie vor dem Haus stehen, stellt sie fest, da\u00df er nicht \u00fcbertrieben hat. Es ist ein gro\u00dfes, altes Farmerhaus, zwei Stockwerke mit vielen Fenstern. Beim Hineingehen ist sie erstaunt \u00fcber die hohen R\u00e4ume und die Ordnung die in ihnen herrscht. Das h\u00e4tte sie einem offensichtlich alleinstehenden Mann nicht zugetraut. \u201eIch bin zwar kein guter Koch, m\u00f6chte Sie aber dennoch herzlich zum Abendessen einladen, vorausgesetzt Sie m\u00f6gen ein saftiges Steak.\u201c Einer solchen Einladung kann sie nicht widerstehen und nimmt mit einem L\u00e4cheln dankend an. \u201eGeben sie mir bitte Ihre Tasche und folgen Sie mir, ich zeige Ihnen jetzt Ihr Zimmer.\u201c Er geht eine langgezogene Wendeltreppe herauf, an deren Ende ein gro\u00dfer Flur ist. \u201eIhr Zimmer ist gleich hier, auf der linken Seite. Sie haben eine wundersch\u00f6ne Aussicht direkt auf die Ranch. Von hier aus k\u00f6nnen Sie jeden Tag die Pferde beobachten, wenn sie von den Stallungen kommen.<br \/><br \/>Seien Sie bitte p\u00fcnktlich um acht Uhr zum Essen unten.\u201c Mit diesen Worten verl\u00e4\u00dft er das Zimmer. Die alte Standuhr im Wohnzimmer schl\u00e4gt acht Mal, p\u00fcnktlich kommt sie die Treppe herunter. Ihr Anblick verschl\u00e4gt ihm fast die Sprache. In einem langen schwarzen Kleid, das nur von zwei schmale Tr\u00e4gern gehalten wird und dessen R\u00fccken bis zur H\u00fcfte frei ist, geht sie vorsichtig, einen Fu\u00df vor den anderen setzend, Stufe f\u00fcr Stufe die lange Treppe hinunter. Er steht wie angewurzelt da und schaut jedem ihrer Schritte zu. Wann hatte er zum letzten Mal eine so sch\u00f6ne Frau, in einem solchen Aufzug gesehen? Er konnte sich nicht mehr erinnern. Er ging ihr zur Treppe entgegen, streckte seinen Arm aus und fragte sie h\u00f6flich, \u201edarf ich es wagen, Arm und Geleit Ihnen anzutragen?\u201c Dabei blickte er ihr tief in die Augen. \u201eDas Sie Goethe kennen h\u00e4tte ich nicht vermutet.\u201c Es war bereits alles fertig gedeckt. Auf dem Eichentisch stehen Kerzen. Ihr schwacher Schein l\u00e4\u00dft den Raum in einem romantischen Licht erscheinen. Im Kamin loderte ein w\u00e4rmendes Feuer. Nach etwa zwei Stunden standen beide auf. Es war ein ausgiebiges Mahl. Er wollte sich gerade mit ihr an den Tisch neben dem Kamin setzen, als sie mit dem Geschirr abr\u00e4umen beginnt. \u201eLassen Sie das bitte stehen, ich r\u00e4ume sp\u00e4ter ab. Sie sind mein Gast und brauchen hier nicht zu helfen.\u201c Er nahm ihr den Teller aus der Hand und stellte ihn wieder zur\u00fcck auf den Tisch. Mit einer Geste der Hand forderte er sie auf, sich neben ihn, auf einen alten hohen Sessel zu setzen und sagte zu ihr, \u201edies ist Ihr Platz f\u00fcr den heutigen Abend und wenn Sie m\u00f6chten auch f\u00fcr den Rest Ihres Aufenthaltes.\u201c Sie bedankte sich h\u00f6flich und setzte sich. Im Verlauf des Abends unterhielten sie sich dar\u00fcber, was sie eigentlich in dieser verlassenen Gegend wollte. Erst weit nach Mitternacht gingen beide schlafen. Er war sehr angetan von dieser Frau, ihrer Art sich zu unterhalten, sich zu bewegen, ihrer ganzen Erscheinung. Hatte er sich etwa in sie verliebt? In der folgenden Woche hatten sie nur wenig Zeit f\u00fcreinander. Sie mu\u00dfte sich um ihre Arbeit k\u00fcmmern, wegen der sie ihr B\u00fcro geschickt hatte und er hatte viel Arbeit auf seiner Farm. Am Samstagmorgen, die Sonne stand schon hoch am Himmel, trafen sich beide an der Pferdekoppel. Sie wurde bereits erwartet. Ihr Gastgeber hatte einen Schimmel und einen Rappen gesattelt.<br \/><br \/>\u201eIch dachte mir, an einem so sch\u00f6nen Tag reiten wir heute aus. Ich habe f\u00fcr Sie den Schimmel gesattelt. Es ist ein lammfrommes Tier und l\u00e4\u00dft sich durch nichts aus der Ruhe bringen, es sei denn Sie bei\u00dfen ihn.\u201c Er lacht, dann fragt er sie, \u201ehaben Sie eigentlich schon einmal auf einem Pferd gesessen?\u201c \u201e Ja, aber das ist schon ziemlich lange her, ich weis gar nicht, ob ich das Reiten nicht schon wieder verlernt habe. Hoffentlich wirft es mich nicht ab.\u201c Soetwas verlernt man nicht,\u201c antwortet er ihr und schmunzelt dabei. \u201eIch kenne eine Strecke, die sich ganz einfach reiten l\u00e4\u00dft und f\u00fcr Sie genau das Richtige ist. Wir versuchen es einfach einmal und werden ja sehen, ob Sie es noch k\u00f6nnen.\u201c Es geht an seiner Farm vorbei, in einen Wald hinein. Mitten im Wald ist ein wundersch\u00f6ner, blauer See, an dem sie Rast machen. Sie lassen die Pferde frei laufen und setzen sich an das Ufer. Die Sonne meint es an diesem Tag besonders gut und beide sind schon ziemlich durchgeschwitzt. \u201eWas halten Sie von einem erfrischenden Bad?\u201c \u201eAber ich habe kein Badezeug mitgenommen. Sie h\u00e4tten mir vorher sagen m\u00fcssen, da\u00df wir die Gelegenheit zum baden haben.\u201c \u201eDas macht nichts, ich habe auch nichts mit, dann gehen wir ohne Sachen ins Wasser.\u201c Sagt es und beginnt sich auszuziehen. Sie schaut ihm verlegen zu und wartet ab. \u201eWollen Sie nicht,\u201c fragt er, nachdem er nurnoch seine Unterhose an hat. \u201eIch m\u00f6chte schon, aber ich geniere mich ein wenig. W\u00fcrden Sie sich bitte umdrehen, w\u00e4hrend ich mich ausziehe und warten, bis ich im Wasser bin.\u201c Schmunzelnd befolgte er ihre Bitte. Als er h\u00f6rte, da\u00df sie im Wasser ist, zieht er sein letztes Kleidungsst\u00fcck aus und kommt hinterher. Die Oberfl\u00e4che des Sees war spiegelglatt, nur das Geplansche der beiden, unterbricht die Fl\u00e4che.<br \/><br \/>Schweigend schwimmen sie nebeneinander her, st\u00e4ndig Blicke miteinander tauschend. Pl\u00f6tzlich wird es \u00fcber ihnen dunkel und aus der Ferne ist das Grollen des Donners zu h\u00f6ren. Ein Gewitter zieht auf. \u201eWir sollten so schnell wie m\u00f6glich das Wasser verlassen,\u201c sagte er zu ihr, \u201ehier sind die Unwetter oft sehr heftig und es ist besser nicht mehr im See zu sein, wenn das Gewitter in der N\u00e4he ist.\u201c Schnell schwimmen sie ans Ufer, ziehen ihre Sachen an und reiten mit den Pferden davon. Die ersten Regentropfen sind zu sp\u00fcren. \u201eIch kenne eine verlassenen H\u00fctte, nicht sehr weit entfernt von hier, da finden wir Unterschlupf, bis das Unwetter vor\u00fcber ist.&#8220; Sie reitet ihm hinterher und nach zirka 5 Minuten sind sie bei der H\u00fctte. Sie sieht nicht nur verlassen aus, sondern macht auch einen nicht gerade vertrauenserweckenden Eindruck. Er mu\u00df wohl ihre Gedanken erahnt haben und sagt zu ihr, \u201ekeine Angst, in dieser H\u00fctte habe ich schon so manches Gewitter \u00fcberstanden.\u201c Seine Worte r\u00e4umten zwar ihre Zweifel nicht v\u00f6llig aus, beruhigten sie aber f\u00fcrs Erste. In der H\u00fctte gab es kein Licht, nur ein paar alte Kerzenst\u00e4nder und einen schon sehr maroden Kamin. \u201eIch werde uns zuerst Licht machen, damit wir \u00fcberhaupt etwas sehen k\u00f6nnen, danach heize ich den Kamin an. In meiner Ledertasche habe ich f\u00fcr alle F\u00e4lle eine dicke Decke mit, die wird zum W\u00e4rmen reichen, bis die Kleidung am Kamin trocken ist.\u201c \u201eGlaubt er denn, ich ziehe mich jetzt vor ihm so einfach aus und wir gehen zusammen unter eine Decke?\u201c Diese Gedanken hatte sie bei seinen Worten. Auf der einen Seite wollte sie den Anstand waren, auf der anderen gefiel ihr der junge Mann aber so sehr, da\u00df sie nichts gegen ein Abenteuer mit ihm hatte, schon gar nicht, nachdem sie seinen vollendeten K\u00f6rper gesehen hatte, als er aus dem Wasser kam. Also willigte sie auf seinen Vorschlag nach l\u00e4ngerem Z\u00f6gern ein.<br \/><br \/>Sie zogen beide ihre nassen Sachen aus und legten sie \u00fcber ein, vor dem Kamin, gespanntes Seil zum Trocknen. Danach setzten sie sich zusammen vor das Feuer und legten sich die Decke um. \u201eIst ihnen kalt, sie zittern ja?\u201c \u201eJa, mich fr\u00f6stelt ein wenig, das Wasser im See war doch recht k\u00fchl.\u201c Er legte seinen Arm um ihre Schulter und zog sie langsam zu sich heran. Sie lie\u00df es ohne jeden Kommentar geschehen und nach einer Weile legte sie ihren Kopf auf seinen Schulter, r\u00fcckte noch etwas dichter an ihn heran. Seine W\u00e4rme, die Geborgenheit in seiner N\u00e4he mochten wohl der Grund gewesen sein, sie schlief neben ihm ein. Als sie erwacht, war das Unwetter schon lange vor\u00fcber. Die Sonne schickte ihre w\u00e4rmenden Strahlen durch die Ritzen der Bretterwand. Sie langen noch immer zusammen, allerdings hatte sie ihren rechten Arm um seinen Hals gelegt, ihren Kopf auf seiner Brust. Einen Moment erschrak sie bei dieser Geste, hob ihren Kopf und wollte gerade ihren Arm zur\u00fcckziehen, \u00fcberlegte es sich dann aber doch und lehnte sich wieder an seinen warmen K\u00f6rper. Ganz vorsichtig begann sie mit ihren Fingerspitzen in seinen Haaren zu spielen, streichelte seine Ohrl\u00e4ppchen, ber\u00fchrte seinen Hals und begann mit ihren Lippen an seiner Brust zu knabbern. Wann hatte sie das letzte Mal mit einem Mann in solch einer Umgebung zusammengelegen? Hatte sie \u00fcberhaupt schon einmal solch eine Situation in ihrem Leben gehabt? Soviel sieh auch nachdachte, dies war wohl das erste Mal. Er blieb regungslos liegen, konnte er etwa bei diesem Spiel schlafen oder empfand er nichts bei ihren Z\u00e4rtlichkeiten?<br \/><br \/>Sie lie\u00df sich nicht davon abhalten, seinen K\u00f6rper weiterhin mit ihren Lippen zu liebkosen. Behutsam begann er mit seinen Fingern ihren R\u00fccken zu streicheln, langsam von oben nach unten. Sie bekam eine G\u00e4nsehaut bei diesem Gef\u00fchl, das ihren ganzen K\u00f6rper durchzog. Als sich ihre Lippen endlich zum Ku\u00df trafen, war es mit der Zur\u00fcckhaltung vorbei. Sie umschlingen sich mit ihren H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen, drehen sich auf dem Boden hin und her. Die Kerzen sind bereits abgebrannt, nur die Glut im Kamin erw\u00e4rmt jetzt noch den Raum. Aber W\u00e4rme von Au\u00dfen brauchen sie beide l\u00e4ngst nicht mehr. Ihre K\u00f6rper sind von dem gemeinsamen Spiel so aufgeheizt, da\u00df man gegen das Licht, das durch die Ritzen der W\u00e4nde eindringt, die Hitze der Haut wie kleine W\u00f6lkchen aufsteigen sehen konnte. Zwei Stunden sp\u00e4ter liegen ihre K\u00f6rper wieder nebeneinander, ineinander verschlungen, ersch\u00f6pft. \u201eWir sollten diese Art von Ausritt unbedingt wiederholen,\u201c sagt sie zu ihm, zufrieden und rundherum gl\u00fccklich. Fast jede freie Minute nutzten sie beide f\u00fcr dies Art von \u201eFreizeitbesch\u00e4ftigung\u201c, an verschiedenen Orten und er kannte sehr viele.<br \/><br \/>Die zwei Wochen ihres Aufenthaltes vergingen wie im Fluge. Der Tag der Abreise war gekommen. \u201eIch hasse Abschiede, la\u00df uns hier \u201eAuf Wiedersehen\u201c sagen. Du kannst Dir den Jeep nehmen, ich hole ihn mir vom Rollfeld ab. Hier ist noch nie etwas weggekommen, du brauchst Dir also keine Gedanken machen. Ich weis, wir werden uns nicht mehr wiedersehen, dazu sind unsere Welten zu weit voneinander entfernt, aber Du sollst wissen, da\u00df ich Dich aufrichtig liebe und dieses Gef\u00fchl in meinem Herzen bewahren werde, solange ich lebe.\u201c<br \/><br \/>Sie geben sich einen langen Abschiedsku\u00df, dann steigt sie in den Wagen und f\u00e4hrt los. Als sie schon eine Weile fort ist, kommen ihm Zweifel, ob es richtig war, sie einfach gehen zu lassen. Er nimmt sich ein Pferd und reitet ihr nach. Als er am Rollfeld ankommt, sieht er nurnoch die Staubwolke der Maschine. Der Jeep ist am Ende der Piste abgestellt. Mit gesengten Kopf, traurig und niedergeschlagen reitet er zur\u00fcck.<br \/><br \/>Der Staub ist verflogen und wie von Geisterhand ist da die Siluette eines Menschen zu erkennen. Immer sch\u00e4rfer werden die Konturen, ist sie es oder spielt ihm seine Phantasie einen Streich? Tats\u00e4chlich, sie ist es wirklich, sie sitzt nicht in der Maschine, sie ist hiergeblieben.<br \/><br \/>Er reitet wie der Teufel zu ihr hin, springt vom Pferd, f\u00e4llt ihr um den Hals, dr\u00fcckt und k\u00fc\u00dft sie.<br> \u201eIch glaube, ich werde es eine Zeit hier versuchen. An den Gedanken morgens neben Dir aufzuwachen k\u00f6nnte ich mich gew\u00f6hnen.\u201c<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus der Ferne ist das Brummen eines Motors zu h\u00f6ren. \u00dcber der Landebahn, mitten im Wald, wird eine Staubwolke durch den Wind aufgewirbelt. Wie ein Teppich erhebt sich der Staub in die H\u00f6he und versperrt dem Piloten der kleinen einmotorigen Maschine de Sicht auf die Piste. 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