der Traumboy

Das kleine Cafe war fast leer, die beiden Kellnerinnen  hatten kaum etwas zu tun. Jede hatte ihren Tisch bedient, die Gäste waren mit ihren Speisen beschäftigt, da öffnete sich die  Eingangstür und zwei  junge, südländisch aussehende Männer kamen herein.
Einer der beiden sah besonders gut aus, so jedenfalls empfand es die eine Kellnerin. Nachdem sie sich an einen Tisch gesetzt hatten, nahm sie zwei Karten und ging an den Tisch, um die Bestellung entgegen zunehmen. Sichtlich erregt kam sie vom Tisch zurück.
Ihre Gesichtsfarbe hatte sich merklich in ein dunkles Rot verwandelt. Den ganzen Abend beobachteten sie sich gegenseitig, mal sah er zu ihr, meist wenn sie gerade beschäftigt war, mal sah sie zu ihm, aber er sah gerade nicht hin, sondern unterhielt sich mit seinem Tischpartner. Trafen sich aber ihre Blicke, so konnte man es ihr genau an den Augen absehen. Sie begannen neugierig  auf und ab zu blicken und leuchteten im fahlen Licht der Spotlampen. Für einen kurzen Augenblick schien sie ihrer Welt weit entrückt zu sein.
Ihre Gedanken begannen Besitz von ihr zu ergreifen. Sie saß an einem langen, weißen Strand unter Palmen und genoß den Anblick des Meeres und der Sonne. Plötzlich fiel ein Tropfen auf ihren Körper. Der junge Südländer stand hinter ihrem Kopf mit zwei kalten Mixgetränken in der Hand, von denen  das Wasser langsam herunter tropfte. „Darf ich mich zu Ihnen setzen “, fragte  er mit italienischem Akzent. „Äh, ja “, haspelte sie noch etwas abwesend, denn sie hatte ihn nicht kommen hören. Er setzte sich neben sie in den weichen Sand und hielt ihr eines der beiden Gläser entgegen. „Bitte, für Sie“, sagte er leise. Sie nahm vorsichtig das Glas und begann zu trinken.
Dabei fielen ein paar Tropfen des Getränkes auf ihren Bauch und verschwanden in ihrem Nabel. Ohne auch nur eine Andeutung zu machen begann er mit seinem Mund und seiner kalten Zunge nach den Tropfen zu suchen. Die erschrak, – ist der frech -, so etwas hätte sich zu Hause niemand getraut, sie wollte ihm eigentlich das kalte Getränk über den Kopf schütten, um ihn abzukühlen, lies es aber dann doch sein. Dieses kribbelnde Gefühl an ihrem Bauch gefiel ihr, sie schloß die Augen, um zu genießen, was er mit ihr machte.

Zu seinem Mund gesellten sich auch kurze Zeit später seine Finger. Er hatte warme, weiche Finger, die jeden Zentimeter ihres Körpers erkunden wollten. Ehe sie es sich versah, hatte sie auch schon ihr Bikinioberteil verloren und seine Lippen spielten zärtlich mit ihren kleinen Knospen. Ihren Körper  durchzog ein warmer Strom der Lust. Langsam und Zentimeter für Zentimeter tasteten sich seine Lippen nach unten. Immer weiter und weiter, bis sie ihre kleinen, weichen Häarchen erreicht hatten. Fast hätte sie aufgeschrieen vor Lust.
Gerade als sie im Begriff war mit ihren Händen das Höschen auszuziehen, sagte eine Stimme zu ihr:

„Cindy, Tisch acht möchte bezahlen.“

Die Gegenwart hatte sie jäh aus ihrem Traum gerissen. Als sie wieder zu sich kam, sah sie auf. Der Tisch der beiden jungen Männer war leer.

Schade, wieder nur ein Traum